„Der wahre Wert eines Menschen zeigt sich darin, wie er jemanden behandelt, der ihm absolut nichts nützen kann.“ – Samuel Johnson
Der wahre Charakter zeigt sich darin, wie wir diejenigen behandeln, die uns keinen Vorteil bieten. Wenn wir jemandem, der uns nicht mit Macht, Reichtum, Beziehungen oder Gefälligkeiten zurückzahlen kann, Freundlichkeit, Respekt und Würde entgegenbringen, zeigen wir die Tiefe unserer Menschlichkeit.
Johnsons Zitat erinnert uns daran, dass echte Tugendhaftigkeit nicht auf Gegenleistungen beruht. Es ist leicht, großzügig und aufmerksam gegenüber denen zu sein, die unsere Interessen fördern können. Die wahre Bewährungsprobe kommt, wenn wir mit den Ausgegrenzten, den Schwachen oder den Übersehenen interagieren – denen, die die Gesellschaft vielleicht als „unwichtig“ betrachtet.
Dieser Grundsatz gilt in allen Bereichen. Wie behandeln wir Dienstleister? Ältere Menschen? Obdachlose? Menschen mit Behinderungen? Die Antwort spiegelt unsere moralischen Grundsätze genauer wider als jede öffentliche Erklärung unserer Werte dies jemals könnte.
Andere mit Würde zu behandeln, unabhängig davon, wie nützlich sie für uns sind, ist nicht nur moralisch richtig, sondern auch zutiefst erfüllend. Es verbindet uns mit unserer gemeinsamen Menschlichkeit und schafft eine mitfühlendere Welt. Durch solche Handlungen ehren wir sowohl uns selbst als auch andere.
Die Weisheit in Johnsons Worten bleibt bestehen, weil sie alle Heuchelei durchschaut und offenbart, was wirklich zählt: nicht das, was wir gewinnen, sondern das, was wir geben.